zwei Tage ohne Alkohol - Mon Dieu. Heut trink ich eins. Ruhe und Stille in meinem Reich. Ich liege wie der Herrgott mich geschaffen hat zwischen meinen kühlen Laken und ein später Sommer blitzt durch die zugezogenen Vorhänge ins Zimmer; in den ausgeschnittenen Kreisen werden die Kristalle durch das leise Lüftchen, das herein weht, bewegt; die Sonnenstrahlen brechen sich in ihnen und werfen tausende flirrende Prismen auf mein Bett und an die Wände. Allerliebst. Unten am Fluss höre ich die kleinen Kinder, wie sie mit Kieseln die Enten bewerfen und sich freuen wie Schneekönige, wenn diese wütend schnatternd davon fliegen. Meine Gedanken fliegen auch. Bin allein und froh damit.
Hab heut ein Gedicht von John Berger gelesen:
Wunderbar eine Handvoll Schnee im Mund
der Männer, die Sommerhitze leiden.
Wunderbar das Frühlingswehen
für Seeleute, sehnsüchtig, Segel zu setzen.
Und noch wunderbarer das gemeinsame Laken
über zwei Liebenden in einem Bett
Schön.
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